Glücksspielverhalten in Deutschland bleibt konstant
Ergebnisbericht zum Glücksspiel-Survey 2025 veröffentlicht

Das Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und die Arbeitseinheit Glücksspielforschung der Universität Bremen haben unter dem Titel „Glücksspielteilnahme und glücksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung“ den Glücksspiel-Survey 2025 veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse der wissenschaftlichen Studie haben die Forschenden des ISD gemeinsam mit dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) im Rahmen einer Pressekonferenz am 11. März 2026 in Berlin vorgestellt.
Aus den 12.340 Interviews, die im Rahmen der repräsentativen Bevölkerungsumfrage vom 4. August bis zum 26. November 2025 geführt wurden, geht unter anderem hervor, dass sich die Daten zum Glücksspielverhalten sowie zu den glücksspielbezogenen Problemen in Deutschland im Vergleich zu den Erhebungen im Jahr 2021 und 2023 verstetigt haben.
„Mit den drei Glücksspiel-Surveys ist es uns gelungen, ein systematisches wissenschaftliches Monitoring aufzubauen, um das Glücksspielverhalten und die glücksspielbezogenen Probleme in der Bevölkerung im Zeitverlauf zu analysieren“, erörtert der Projektleiter Dr. Jens Kalke vom ISD bei der Ergebnispräsentation. „Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung können Maßnahmen des Spieler- und Jugendschutzes evaluiert und gegebenenfalls angepasst werden.“
Dr. Sven Buth, ebenfalls vom ISD und Mitautor der wissenschaftlichen Studie, ergänzt:
„Die Befragungsergebnisse verweisen auf eine zunehmende Akzeptanz von verschiedenen Maßnahmen des Jugend- und Spielerschutzes unter den Glücksspielenden, wie beispielsweise das Teilnahmeverbot für Jugendliche, Aufklärungsmaterialien, Spielersperren und Werbebeschränkungen. Dies sollte bei der Fortschreibung des Glücksspielstaatsvertrages berücksichtigt werden.“
Eindrücke der Pressekonferenz
Aus der Untersuchung ergeben sich auch für die 16 im DLTB zusammengeschlossenen Landeslotteriegesellschaften wichtige Erkenntnisse.
„Die hohe Akzeptanz der Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen in der Bevölkerung ist Bestätigung des hohen Qualitätsanspruchs der Landeslotteriegesellschaften und Ansporn zugleich, um die umfassenden Maßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln“, führt Axel Holthaus, Geschäftsführer LOTTO Niedersachsen, als Vorsitzender der AG Spielerschutz und Prävention im DLTB aus.
„Die Ergebnisse des Glücksspiel-Surveys 2025 ermöglichen eine evidenzbasierte Diskussion innerhalb der Branche im Sinne des Kundenwohls. Seit über 75 Jahren stehen die 16 im DLTB zusammengeschlossenen Landeslotteriegesellschaften vereint für die Zielerreichung gemäß § 1 GlüStV 2021. Für umfassenden Spielerschutz und wirksame Spielsuchtprävention gehen wir auch über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.“
Der Bericht zeigt auch ein Bild des deutschen Glücksspielmarktes insgesamt. „Die Studienergebnisse bestätigen erneut, dass von Lotterien wie LOTTO 6aus49 oder Eurojackpot ein deutlich geringeres Gefährdungspotenzial ausgeht als von den weiteren in der Erhebung berücksichtigten Glücksspielformen“, so Axel Holthaus weiter. „Zudem unterstreichen die Ergebnisse, dass die Mechanismen der Regulierung greifen. Für uns im DLTB ist es seit jeher entscheidend, dass die Diskussion über Marktordnung, Kanalisierung und Spielerschutz faktenbasiert geführt wird – auf Basis valider Daten und nicht auf Grundlage von interessengeleiteten Einzelwahrnehmungen. Genau dafür schafft der Glücksspiel-Survey 2025 die notwendige Evidenz.“
Die repräsentative Bevölkerungsumfrage „Glücksspielteilnahme und glücksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung“ wurde vom Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) gemeinsam mit der Universität Bremen durchgeführt. Autoren dieses Glücksspiel-Surveys 2025 sind Dr. Sven Buth, Dr. Jens Kalke und Moritz Rosenkranz (alle ISD) und Prof. Dr. Gerhard Meyer (Universität Bremen). Der Glücksspiel-Survey 2025 wurde vom Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) gefördert.



